Weiterbildung zum Radiologen

Eine Weiterbildung zum Radiologen kann nur dann erfolgen, wenn man auch ein medizinisches Grundstudium ausgeübt hat, andernfalls ist nur der Quereinstieg zum medizinisch-technischen Röntgenassistenten möglich. Die Ausbildung ist vor allem schulisch und wird nicht vergütet. Im Gegenteil, man muss oft auch Geld dafür bezahlen. Hat man aber in einem artverwandten Bereich schon eine Ausbildung ausgeübt, fällt der Quereinstieg oft relativ leicht, da viele Arbeitskräfte in diesem Bereich gesucht werden.

Als Radiologe sieht die Weiterbildung anders aus. Ein Radiologe muss vor allem Teamgeist mitbringen, da sein Bereich sehr viele Überschneidungen mit anderen Fachbereichen aufweist, wie zum Beispiel der inneren Medizin oder der Chirurgie.

Eine Weiterbildung bis zum Facharzt Radiologie dauert im Schnitt fünf Jahre. Voraussetzung ist die Approbation als Arzt bzw. die Erteilung zur Ausübung des ärztlichen Berufes. Inhalte der Weiterbildung sind Sonografie, interventionell-radiologische Verfahren, Erkennung und Behandlung akuter Notfälle, sowie lebensrettende Maßnahmen, Grundlagen der Strahlenbiologie und Strahlenphysik, sowie Strahlenschutz für Mitarbeiter und Patienten, als auch Magnetresonanzverfahren und Spektroskopie, radiologische Untersuchungen mit ionisierenden Strahlen und Indikation mit solchen Verfahren. Natürlich gehört zu der Weiterbildung auch das Üben mit der Handhabung solcher Verfahren wie zum Beispiel Ultraschalluntersuchungen, Magnetresonanztomografie, Punktionsverfahren zur Gewinnung von Gewebe und Flüssigkeiten, radiologische Diagnostik und etwaige andere Verfahren. Zu der Weiterbildung gehören auch die Inhalte von Ethik, Recht und Wissenschaft. Hintergrund ist die Ausübung von nicht nur rein diagnostischen Aufgaben, sondern die Aufgabe eines Therapeuts, da die Patienten bei den Behandlungen meist nicht in Vollnarkose sind und somit ein intensiver Patientenkontakt vorhanden ist. Zu Beginn fängt der Facharzt meist jedoch mit bildinterpretierenden Aufgaben an. Großer Vorteil eines Radiologen ist im Vergleich zu anderen Fachgebieten die geregelten Arbeitszeiten.